Genderismus
Ich fühle mich genötigt, den mir vergönnten Adamsapfel zu nutzen, um einen bassigen Rülpser in die stetig widerkehrende Genderdebatte zu investieren. Zum Einstieg schickt sich die ebenso banale, wie aufrichtige Aussage “Ich liebe jeden Menschen, Arschlöcher aber weniger”.
Ich bemühe mich redlich, jedem Gegenüber mit größtmöglichem Respekt und Toleranz für sein Leben zu begegnen. Hierbei nutze ich nicht zwingend, die jeweils aktuellen Guidelines einer vorgeblichen political Correctness, sondern agiere frei und aus dem Bauch heraus. Wie dünn solches Eis ist, realisiert man just in dem Moment, in dem man zelebral seziert wird und die Fettnapfkaskade hinunterstürzt.
Mein Problem mit “dem Feminismus”, ist nicht eben dieser. Mein Problem ist die künstliche Frontenverschiebung. Ehe ich mich versehe, stehe ich ungewollt bei den “bösen chauvinistischen Sexisten”, mit denen ich am Allerwenigsten anfangen kann. Es ist, wie so oft - eine elitäre und aufgeklärte Gesellschaft kreist um sich selbst und verstrickt sich in Gezänk und Haarspalterei. Der eigentliche Gegner kratzt sich süffisant am Gemächt und gibt Mausi einen kleinen Klaps, um ihr zu bedeuten, dass sein Bier leer ist.
Jetzt hilft mein kleines Textchen nichts und niemandem, aber ich fühl mich ein ganz bißchen besser…und nächsten Dienstag helfe ich wieder zwei Viertklässlerinnen, ihr mathematisches Grundverständnis zu erlangen.
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von claudiusholler gepostet